Publikationen
ZurückDer Vorschlag zum Industrial Accelerator Act (IAA) der Europäischen Kommission zielt darauf ab, die industrielle Widerstandsfähigkeit in strategischen Sektoren der EU deutlich zu stärken und gleichzeitig den Weg der Dekarbonisierung fortzuführen. Um die Abhängigkeit von Drittstaaten zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, soll der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP bis 2035 auf 20 % gesteigert werden.
Aus Sicht der AK ist die Verankerung des „Made in EU“-Prinzips bei der öffentlichen Beschaffung und Förderung von Schlüsseltechnologien sehr zu begrüßen. Allerdings bedeutet die breit gefasste Definition von „Made in Europe“, dass die gewünschte Wirkung nicht erreicht wird. Außerdem berücksichtigen die Vorgaben zu „Made in EU“ und „Low carbon“ im Rahmen der öffentlichen Vergabe sowie von Förderungen keine Beschäftigungsaspekte. Soziale Konditionalitäten sind für die Schaffung und Stärkung qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze dringend erforderlich. Darüber hinaus blendet die Auswahl der Schlüsseltechnologien zentrale Schlüssel- und Zukunftstechnologien wie die Bahnindustrie, Halbleiter, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Robotik, digitale Infrastrukturen oder die Kreislaufwirtschaft aus. Während die Verschärfung der Bestimmungen zu ausländischen Direktinvestitionen in Schlüsseltechnologien zu begrüßen sind, ist der vorgeschlagene Schwellenwert von 100 Mio. Euro zu hoch angesetzt.