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ZurückDie AK begrüßt die Ankündigung der EU-Kommission, einen Circular Economy Act vorzulegen. Dieses Vorhaben bietet die Chance, den übermäßigen Ressourcenverbrauch in Europa mit den Nachhaltigkeits- und Wirtschaftszielen der EU in Einklang zu bringen. In der Konsultation ging es vor allem um die Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Wie der notwendige Umbau sozial gerecht gestaltet werden soll, bleibt jedoch unklar.
Regionale Wirtschaftskreisläufe und Kreislaufwirtschaft werden im Entwurf bislang kaum zusammengedacht. Ohne einen derartigen integrativen Ansatz besteht aber die Gefahr, dass die großen Potenziale für wirtschaftliche Stabilität, gute Arbeitsplätze und die Versorgungssicherheit ungenutzt bleiben. Der Fokus liegt bisher auf Recycling (Stärkung von Sekundärrohstoffen), während Wiederverwendung und Reparatur – die zentralen Hebel für Ressourcenschonung – kaum adressiert werden. Damit der Circular Economy Act tatsächlich Wirksamkeit entfalten kann, muss er ökologische und soziale Ziele gleichermaßen in den Mittelpunkt stellen.
Lisa Weinberger
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