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Griechenland, Spanien, Italien...Sparen wir uns in den Kollaps? - Europäische Wirtschaftspolitik in der Krise

[10-06-2010]
Die Wirtschaftskrise hat die Schwächen der Europäischen Wirtschafts‐ und Währungsunion ans Tageslicht befördert. Strukturelle Ungleichgewichte innerhalb der Europäischen Union wurden toleriert bzw indirekt sogar gefördert, indem einzelstaatliche Wettbewerbsfähigkeit zum höchsten Ziel der Wirtschaftspolitik erklärt wurde. Im Bereich der Fiskalpolitik beschränkte man sich auf restriktive Regeln und Steuerwettbewerb statt aktiver Koordinierung. Das Prinzip der Konkurrenz anstelle der Kooperation ließ die Euroländer in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung auseinanderdriften, mit immer höheren Leistungsbilanzdefiziten auf der einen und -überschüssen auf der anderen Seite. Auf EU‐Ebene reichen weder politischer Wille noch die vorhandenen wirtschaftspolitischen Kompetenzen aus, um diese Entwicklung auszugleichen.

AK EUROPA, das Büro der Österreichischen Bundesarbeitskammer in Brüssel, und das ÖGB Europabüro, das Brüsseler Büro des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), laden Sie sehr herzlich zur Podiumsdiskussion ein:


Griechenland, Spanien, Italien...Sparen wir uns in den Kollaps?

 

Europäische Wirtschaftspolitik in der Krise



Donnerstag, 10. Juni 2010, 19h

 

Ständige Vertretung Österreichs bei der EU
30, Avenue de Cortenbergh, 1040 Brüssel, 1. Stock



Die Wirtschaftskrise hat die Schwächen der Europäischen Wirtschafts‐ und Währungsunion ans Tageslicht befördert. Strukturelle Ungleichgewichte innerhalb der Europäischen Union wurden toleriert bzw indirekt sogar gefördert, indem einzelstaatliche Wettbewerbsfähigkeit zum höchsten Ziel der Wirtschaftspolitik erklärt wurde. Im Bereich der Fiskalpolitik beschränkte man sich auf restriktive Regeln und Steuerwettbewerb statt aktiver Koordinierung. Das Prinzip der Konkurrenz anstelle der Kooperation ließ die Euroländer in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung auseinanderdriften, mit immer höheren Leistungsbilanzdefiziten auf der einen und -überschüssen auf der anderen Seite. Auf EU‐Ebene reichen weder politischer Wille noch die vorhandenen wirtschaftspolitischen Kompetenzen aus, um diese Entwicklung auszugleichen.

Auch heute gehen die politischen Rezepte kaum über den Ruf nach einer Verschärfung des Stabilitätspaktes hinaus. Statt die Probleme – schwaches Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum, zunehmende Einkommens- und Vermögenskonzentration, Entkoppelung der Finanzmärkte von der Realwirtschaft – an der Wurzel zu packen, findet abermals eine Verengung auf eine angebotsseitige Wirtschaftspolitik statt, die Europa in die Stagnation führen könnte. Wie eine kürzlich erschienene Studie der österreichischen Arbeiterkammer belegt, birgt die Konzentration auf eine verfrühte Konsolidierung der Staatshaushalte gesamtwirtschaftliche Gefahren in sich. Welche alternativen Strategien der Budgetkonsolidierung bzw der Wirtschaftspolitik im Allgemeinen verfolgt werden könnten, darüber diskutieren:


Achim Truger, Hans Böckler Stiftung, Studienautor

Georg Busch, Europäische Kommission

Günther Chaloupek
, Österreichische Arbeiterkammer

Michael Dauderstädt
, Friedrich Ebert Stiftung

MEP Liem Hoang Ngoc, Abgeordneter zum Europäischen Parlament


Moderation: Raimund Löw, ORF Brüssel


Die Veranstaltung findet in deutscher, englischer und französischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Anschließend laden wir zu einem Buffet.


Anmeldungen zur Veranstaltung sind bis zum 9. Juni 2010 unter folgendem Link möglich:

Anmeldung
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