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Österreichische Bundesarbeitskammer Büro Brüssel
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Die AK in Österreich

Die Bundesarbeitskammer vertritt die Interessen von 3,4 Millionen ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen in Österreich. Zusammen mit den neun Arbeiterkammern, die in jedem Bundesland bestehen, werden insbesondere folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Grundsatzstudien im Dienste der ArbeitnehmerInnen und          KonsumentInnen

Die Arbeiterkammern beschäftigen einen Stab von hochqualifizierten         Experten, die als Think-Tank für Arbeitnehmerinteressen tätig sind, wobei     sie Studien zu einer Vielzahl von wirtschafts- und sozialpolitischen             Grundsatzthemen durchführen. Auf diese Weise haben die        Arbeiterkammern jederzeit eine aktuelle wissenschaftliche Basis, die Voraussetzung für effektive politische Arbeit im Dienste der ArbeitnehmerInnen ist.

Die Arbeiterkammern arbeiten eng mit anderen österreichischen Sozialpartner zusammen, wobei sie auch gemeinsame Studien über sozial- und wirtschaftspolitische Themen durchführen.

Die Ergebnisse dieser Studien sind ein wichtiger Bestandteil der österreichischen politischen Diskussion und dienen oft als politische Leitlinien.

  • Mitbestimmung bei der Gesetzgebung

Durch die Arbeiterkammern nehmen die österreichischen ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen am Gesetzgebungsverfahren teil. Die Arbeiterkammern beurteilen Gesetzesentwürfe aus Sicht der Interessen der Beschäftigten, machen Vorschläge für Abänderungen und sind in die Gesetzesanwendung einbezogen. Oft stammen Impulse für Gesetzesinitiativen von den Arbeiterkammern und ihren Experten, aus deren Untersuchungen sich oft ein Gesetzgebungsbedarf ergibt.

  • Dienstleistungen

Die Arbeiterkammern bieten ihren Mitgliedern eine große Palette an Dienstleistungen an. Die Experten der Arbeiterkammern sorgen für Information und Beratung in verschiedensten Angelegenheiten, wie Arbeitsrecht, Arbeitslosen- und Sozialversicherung, Steuerrecht, Frauen- und Familienpolitik, Arbeitnehmer-, Lehrlings- und Verbraucherschutz. In Streitigkeiten zwischen ArbeitnehmerInnen und Arbeitgebern bieten die Arbeiterkammern Rechtsbeistand, der von mündlichen oder schriftlichen Interventionen bei Arbeitgebern bis zur kostenlosen Vertretung bei Sozial - und Arbeitsgerichten reicht. Bildung und Kultur sind ein weiterer Aktivitätsschwerpunkt. Die Arbeiterkammern stellen außerdem beträchtliche Geldmittel für Ausbildung, Berufs- und Weiterbildung sowie Training für Mitarbeiter der Arbeiterbewegung zur Verfügung und organisieren Ausstellungen, Film- und Theatervorführungen sowie Konzerte.


  • Internationale Vertretung

Auf europäischer Ebene haben die Arbeiterkammern delegierte VertreterInnen im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und in verschiedenen anderen Komitees und beratenden Ausschüssen, die sich mit sozial- und ausbildungspolitischen Themen befassen.


Organisationsstruktur

Im Gleichklang mit der föderalistischen Struktur Österreichs gibt es in jedem der neun Bundesländer eine eigene Arbeiterkammer. Die Wiener Arbeiterkammer dient gleichzeitig auch als Büro der Bundesarbeitskammer, die die Dachorganisation der neun regionalen Arbeiterkammern darstellt. Die Bundesarbeitskammer betreut alle Aufgaben, die mehrere Bundesländer betreffen oder Österreich übergreifend sind. Sowohl die regionalen Arbeiterkammern als auch die Bundesarbeitskammer sind Selbstverwaltungskörper des öffentlichen Rechts.


Mitgliedschaft

Beschäftigte, Lehrlinge, Arbeitslose sowie Personen in Karenz sind Pflichtmitglieder; ausgenommen sind Beamte und Beschäftigte in der Landwirtschaft. Die Gesamtzahl der Mitglieder beläuft sich auf rund 3,2 Millionen. Die Arbeiterkammern vertreten auch die Interessen der Pensionisten.

Wahlen

In jedem Bundesland wird eine Generalversammlung, eine Art Parlament der ArbeitnehmerInnen, durch gleiche, direkte und geheime Wahl für einen Zeitraum von 5 Jahren gewählt. Alle Mitglieder der Arbeiterkammern sind wahlberechtigt. Die wichtigsten politischen Gruppierungen sind die Fraktion der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG), der Österreichische Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB) und die Freiheitlichen ArbeitnehmerInnen.

Organe

An der Spitze jeder Länderkammer steht ein Präsident/eine Präsidentin, der/die durch die Generalversammlung gewählt wird. Laut Statut vertritt der Präsident/die Präsidentin die Arbeiterkammer in allen Angelegenheiten. Er/Sie wird von VizepräsidentInnen, vom geschäftsführenden Ausschuss und von Expertenkomitees unterstützt.

Die Büros

Die gewählten politische Funktionäre werden durch die sogenannten Arbeiterkammerbüros unterstützt, deren Beschäftigte technische und administrative Dienstleistungen erbringen, die die Arbeiterkammern benötigen, um ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Die Belegschaft umfasst Experten auf allen Gebieten der Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik. Sie erstellen Studien, Stellungnahmen zu Gesetzgebungsentwürfen und -vorschlägen. Insgesamt beschäftigen die Arbeiterkammern rund 2 400 Personen, wovon ungefähr ein Viertel für die Wiener Arbeiterkammer, deren Büros auch der Bundesarbeitskammer zuarbeiten, tätig sind.

Finanzen

Die Finanzierung dieser gesamten Organisationsstruktur erfolgt über die "Arbeiterkammerumlage", die sich auf 0,5% des Bruttogehalts jedes Mitglieds bis zu einer gewissen Höchstbemessungsgrundlage beläuft. Mehr als 80% dieses Aufkommens wird für direkte Dienstleistungen an die Arbeiterkammermitglieder aufgewendet.

Das Ministerium für Soziale Sicherheit und Generationen unterstützt das AK Büro in Brüssel mit einer Beihilfe.

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